Insel Hiddensee

Die Ostseeinsel Hiddensee ist die größte Insel im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Bodden sind große Brackwassergebiete oder Lagunen in der Ostsee. Die kleine Schwester von Rügen wird sie oft genannt, was geologisch unsinnig ist, denn Hiddensee ist eine Jungmoränen-Landschaft, die erst in der letzten Eiszeit (vor ca. 12.000 Jahren) entstanden ist. Ursprünglich dicht bewaldet wurde sie im Dreißigjährigen Krieg aller Bäume beraubt. Jetzt zählt Hiddensee zu den botanisch interessantesten Gegenden Deutschlands mit unterschiedlichsten Pflanzenformen. Durch seine Lage ist Hiddensee der sonnenreichste Platz an Deutschlands Küsten, in manchen Jahren hat es sogar die meisten Sonnenstunden in ganz Deutschland.

Mit der Gründung des Klosters Neuenkamp um 1300 begann die permanente Besiedlung, die zur heutigen Gemeinde Hiddensee mit ca. 1.000 Einwohnern geführt hat. Sie teilt sich in vier Ortsteile: Vitte, Neuendorf, Kloster und Grieben. Insgesamt gibt es 4.000 Ferienbetten in allen Preisklassen zu mieten. Jeder Ortsteil hat seinen eigenen Charme bedingt durch seine Lage und seine Geschichte. Überall gibt es Baudenkmäler, Museen und Sehenswürdigkeiten.

Einen sehr liebevollen, ausführlichen "Kleinen" Inselführer mit immerhin 50 Seiten bietet die Reederei Hiddensee als PDF zum Download an (http://www.reederei-hiddensee.de/index.php?id=26&no_cache=1). Darin werden die Geschichte und jedes einzelne Highlight genau beschrieben, sowie mehrere (Rad-)Wander-Touren vorgeschlagen. Und natürlich beschreibt diese Seite auch die diversen Ausflugsziele, die mit Ihren Schiffen erreicht werden können, wie z.B. Stralsund, Schaprode und Zingst und die Boddenlandschaft.

Die ausgezeichneten, bewachten Badestrände bei Vitte, Neuendorf und Kloster sind allesamt feine Sandstrände. Der Strand bei Kloster ist ein ausgewiesener FKK-Strand. Wer steinigere Strände nicht scheut, kann sich auch an der nördlichen Küste ein Plätzchen suchen. Im ganzen Nationalpark ist Angeln erlaubt und es sind zahlreiche Lehr- und Wanderwege ausgeschildert, die Zugang zu einzigartiger Fauna und Flora ermöglichen.

Das "Söte Länneken", süßes Ländchen, wie es seine Bewohner gerne nennen, ist nahezu vollständig autofrei. Bis auf Polizei, Feuerwehr und Notarzt verkehren dort nur elektrisch betriebene Fuhrwerke, Radler und wunderbare Kutschen, eine weitere Besonderheit der Insel.

Kulinarisch steht natürlich frischer Fisch direkt aus den Bodden an erster Stelle. Berühmt ist Hiddensee aber auch für seine vielfältigen Sanddorn-Rezepte, da dieser Busch auf der ganzen Insel wächst.

Obwohl die meisten Touristen auf der Insel Tagesgäste sind, wäre für mich Hiddensee die 1. Wahl für einen Inselurlaub in Deutschland.